Ökozid im Nigerdelta

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Am 28. Sept. 2016 kommt Peter Donatus - nigerianischer Menschenrechts- und Umweltaktivist aus Köln - nach Saarbrücken und hält im Welt:raum ( ehem. "Glauben am Markt " am St. Johanner Markt in Saarbrücken ) um 19 Uhr einen Vortrag zu "Ökozid Im Nigerdelta: Flucht Und Migration als Folge westlicher Rohstoffpolitik".

Peter Donatus ist Menschenrechts- und Umweltaktivist aus Nigeria. Der 50-jährige freie Journalist kämpft seit mehr als drei Jahrzehnten gegen die ökologischen und sozialen Folgen des Ökozids durch Wirtschaftskonzerne im Nigerdelta. Deshalb musste er vor 27 Jahren aus seinem Heimatland fliehen und lebt seither in Deutschland. Weitere Themenbereichen des Referenten sind: Migration, Flüchtlingspolitik und Rassismus sowie Rechtsterrorismus und Globalisierungskritik.
Teile des Nigerdeltas versinken in einer schlammigen braun-schwarzen Brühe. Es gibt unzählige Lecks in den Ölpipelines der Konzerne, die im Süden Nigerias seit gut 50 Jahren Erdöl fördern. Vor nigerianischen Gerichten sind die Bauern schon mehrfach gescheitert. Ein Grund dafür könnte die Beteiligung der staatlichen nigerianischen Ölgesellschaft an der Ölförderung an Land sein. Diese Beteiligung nennt Shell auch regelmäßig als Bremse für mehr Umweltengagement, denn Investitionen müssten immer entsprechend der Beteiligung der jeweiligen Ölfirmen getätigt werden. Der staatliche Ölkonzern kürze Investitionen in die Modernisierung von Pipelines oder die Beendigung des Abfackelns von bei der Ölförderung anfallendem Gas jedoch regelmäßig, heißt es bei Shell.

 

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