"Kauf-Nix-Tag !"

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Presseerklärung von Greenpeace Saar zum internationalen „Buy Nothing Day“  oder  „Kauf-Nix-Tag“

Saarbrücken, 30.11.2019

Am Samstag, 30. November 2019 steht Greenpeace Saar von 12 – 14 Uhr vor der Europa-Galerie in Saarbrücken und möchte, wie Greenpeaceaktivisten in vielen anderen bundesdeutschen Städten auch, ihre Mitbürger über die Folgen ihres Lebens- und Konsumstils aufklären:

„Consumo – ergo sum ?“ So lautete vor Jahren der Titel einer Ausstellung, die auch das saarländische Bildungsministerium unterstützte: „Ich konsumiere – also bin ich ?“

Denn weltweit zeigen sich immer häufiger und dramatischer die Schäden unseres Konsumverhaltens und wir entreißen unserer Erde seit langem viel zu viele Rohstoffe, Mineralien und Erze, um unsere Konsumgesellschaften am Laufen zu halten. Daher unterschriebt unser "Lieferkettenschutzgesetz": https://act.greenpeace.de/waldzerstoerer-haftbar-machen

Den Preis für unseren Hang zum schnellen, billigen Kauf und zum anschließend ebenso schnellen Wegwerfen zahlen die Menschen im Globalen Süden, wo die Bergbaufirmen und Agrarmultis der Landschaft breite und tiefe Wunden zufügen, die Böden und Gewässer vergiften und die Wälder roden. Der ansässigen Bevölkerung wird so die Existenzgrundlage entzogen, ihr Lebensraum verseucht und ihre Menschenrechte mit Füßen getreten.

Eine Bundesregierung, die sich nicht zu umfassenden Bildungs- und Informationskampagnen zu diesen Themen entschließt sondern lieber der Wirtschaft immer wieder den roten Teppich ausrollt, macht sich mitschuldig an Flucht, Gewalt, Unrecht und Tod in den Ländern der Südkontinente ! Sie trägt dort so zu den Fluchtursachen bei, die weltweit Millionen von Menschen aus ihren Heimatländern und -regionen verdrängt und vertreibt.

Ohne die Grundlagen unserer Zivilisation aufzugeben - wie z.B. eine zuverlässige Daseinsvorsorge und ein gutes Gesundheits- und Bildungssystem für uns Alle - hätten schon vor Jahrzehnten die Grundlagen für eine Umordnung der Industriegesellschaften hin zu einem fairen Weltwirtschaftssystem gelegt werden können.

Der Einzelne kann zur Energie-, Verkehrs- und Agrarwende viel beitragen, in dem er sich informiert und bewusst nur das konsumiert, was er wirklich braucht und es ökologisch vertretbar produzieren lässt. Indem er teilt, schenkt und tauscht und sich daran freut, möglichst wenig Menschen auf diesem wunderschönen Erdball geschadet zu haben ! Das sind die Anregungen, die Greenpeace Saar heute gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen ihren Mitmenschen geben möchte, damit wir nicht irgendwann aufwachen und nicht Teil der Lösung geworden sind.

 

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