Große Klima-Demo in Köln 1.12.

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Die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels sind vielleicht noch aufzuhalten. Um Druck auf die Politik auszuüben gab es am 1. Dezember 2018 eine Große Klimademo in Köln und eine in Berlin: zusammen waren wir 36.000 Teilnehmer !

2 Busse aus dem Saarland zur Großen Klimademo in Köln:

Die Große Klimademo in Köln war mit 20.000 Teilnehmern bunt und eindrucksvoll - auch Greenpeace Saar und Greenpeace St. Wendel waren dabei !
Es geht um die Abschaltung mehrere KKW, wenn es die deutschen Klimaziele retten soll: https://www.greenpeace.de/themen/energiewende-fossile-energien/kohle/auf...
Dass das sozialverträglich geschehen muss, war für Greenpeace immer eine Selbstverständlichkeit - für deutsche Politiker anscheinend nicht ! Denn sonst hätten sie diese notwendigen Veränderungen längst und besser vorbereitet !!!
Also muss der Kohleausstieg bis 2030 abgeschlossen sein: https://www.greenpeace.de/presse/publikationen/energieszenario-2030


https://www.facebook.com/pg/Greenpeace-Saar-106773096069392/posts/?ref=p...

Wie das geht, zeigt ein Energieszenario des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IEE) im Auftrag von Greenpeace. Es legt dar, dass dazu etwa ein Drittel aller deutschen Braunkohlekraftwerksblöcke sofort abgeschaltet werden müsste; etwas mehr als ein weiteres Drittel müsste außerdem leicht gedrosselt werden.

Die Studie berechnet ganz genau, wie das Abschalten möglich ist, ohne dass es zu Engpässen in der Stromversorgung kommt. Ersetzt werden die 6,1 Gigawatt wegfallenden Braunkohlestroms dabei hauptsächlich durch Wind- und Sonnenstrom sowie dadurch, dass die Überproduktion von Strom in Deutschland für die nächsten zwei Jahre eingestellt wird.

 
Die Wucht, mit der tropische Wirbelstürme im vergangenen Jahr über dem Atlantik wüteten, ist auch die Folge eines Weltklimas, das aus den Fugen geraten ist. Die menschengemachte Erderhitzung führt zu häufigeren und heftigeren Dürren, Stürmen, Überschwemmungen und Waldbränden. Die Lage ist ernst, doch nicht ohne Hoffnung: Wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch aufhalten wollen, muss der weltweite Temperaturanstieg unter den kritischen 1,5 Grad Celsius bleiben. Das ist vielleicht noch möglich, doch dafür braucht es eindlich ene konsequente Umweltpolitik, weltweit. Die Bundesregierung muss handeln.

Wie gelingt die Wende?

Hauptverursacher der globalen Erhitzung ist das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid. Diese Emissionen zu reduzieren, ist eines der Hauptziele des Pariser Klimaschutzabkommens aus dem Dezember 2015. Kann das gelingen? Ja, wenn die Regierung das Klimaziel für 2020 einhält und die Erneuerbaren Energien deutlich schneller ausbaut. Die Regierungskoalition muss dazu ein Gesetz zum Ausstieg aus der Kohle auf den Weg bringen; das Auslaufen des Verbrennungsmotors sollte mit politischen Vorgaben eingeleitet werden. Wir brauchen eine Energie-, Verkehrs- und Agrarwende – das sind die großen Umweltthemen der kommenden Jahre.

Die Bundesrepublik ist nach wie vor Braunkohleweltmeister – rund ein Fünftel der gesamten deutschen CO2-Emissionen stammt aus unwirtschaftlichen und besonders schmutzigen Braunkohlekraftwerken. Sie müssen abgeschaltet werden – und zwar schnell.

Deutschland nur bedingt Vorbild

Tatsächlich hat unsere Energiewende eindrucksvoll gezeigt, dass ein Industrieland innerhalb weniger Jahre aus der Atomenergie aussteigen und die Erneuerbaren Energien ausbauen kann – ohne damit die Energieversorgung unsicher zu machen. Inzwischen decken klimafreundliche Erneuerbare knapp ein Drittel unseres Strombedarfs und haben auf dem Weg zu immer neuen Rekorden Hunderttausende neuer Jobs geschaffen.

Doch die Erfolge der Energiewende hinterlassen in der deutschen Klimabilanz keine Spuren. In den vergangenen acht Jahren ist Deutschlands CO2-Ausstoß nicht gesunken: 40 Prozent des deutschen Stroms werden immer noch mit Kohle erzeugt. Ein Großteil davon wird hier überhaupt nicht benötigt; darum exportieren die Betreiber der Kraftwerke ihn mittlerweile vermehrt ins Ausland.

Umsteigen auf saubere Mobilität

Der zweite Bremsklotz beim Klimaschutz ist der Straßenverkehr. Fast 18 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen stammen laut Umweltbundesamt aus dem Verkehrssektor. Die CO2-Emissionen sind dabei auf einem ähnlichen Niveau wie in den Neunzigern: Zwar sind Pkw heuzutage insgesamt sparsamer und umweltfreundlicher, der Zuwachs an Verkehr frisst diese Fortschritte allerdings nahezu komplett auf.

Deutsche Autobauer klammern sich weiter an den Verbrennungsmotor und weigern sich, saubere Mobilitätsformen voranzubringen. Um Klimaschutz wirksam anzutreiben und dabei endlich die Luft in deutschen Großstädten zu verbessern, muss die Zahl der Autos auf Deutschlands Straßen drastisch sinken. Nur so kann die Bundesregierung auch international glaubhaften Klimaschutz vertreten.

Denn die Zusammenhänge sind klar, die Zeit drängt – für eine verzagte Umweltpolitik gibt es keine Entschuldigung. Die Erderhitzung ist real, sie ist menschengemacht – und die Menschen spüren bereits ihre Auswirkungen.

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