Glyphosat, Neonikotinoide & Co.

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Mittwoch, 29. August 2018, 18:30 im "Welt:raum" - einer kath. Begegnungsstätte am St. Johanner Markt in Saarbrücken: Greenpeace Saar zeigt eine Präsentation zum Thema "Glyphosat, Neonikotinoide und Co.". Wieviele Gifte tummeln sich in unserer Landwirtschaft und letztlich in unserem Essen ? Deutliche Abhilfe schafft eine Ökologische Landwirtschaft, die neben unserer Gesundheit auch Boden, Luft und Wasser schont !

Ende April 2018 verbieten die Eu-Staaten die drei Neonikotinoide im Freiland: Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid. http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/neues-bieneng...
Aber für den Chemiekonzern DowDuPont gilt Sulfoxaflor als neue Pestizid-Wunderwaffe. Sie soll die gerade erst im Freiland verbotenen Neonicotinoide ersetzen. Doch eine aktuelle Studie zeigt, wie gefährlich das Insektengift für Hummeln ist: Bei Hummelvölkern, die dem Gift ausgesetzt waren, ging der Nachwuchs um mehr als 50 Prozent zurück!

Die Umwelt- und Bioverbände sind überzeugt, dass neben der Erzeugung gesunder Lebensmittel auch die Ziele des Pariser Klimaabkommens, die Biodiversitätsziele, die europäischen Luftreinhalteziele und die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) für die EU-Agrarpolitik oberste Priorität haben müssen. „Die jetzige Agrarpolitik fördert mit einem Budget von jährlich rund 59 Milliarden Euro eine Landwirtschaft, die nicht zukunftsfähig ist. Der Rückgang an Insekten und Vögeln, die Belastung der Gewässer mit Nitrat und Pestiziden und die gravierenden Mängel in der Tierhaltung zeigen deutlich, wo jetzt endlich gegengesteuert werden muss“, so Martin Hofstetter von Greenpeace.

19.10.2017: In einer großangelegten Studie haben Forscher einen dramatischen Rückgang der Zahl geflügelter Insekten in Deutschland dokumentiert.
Das internationale Expertenteam hatte zwischen 1989 und 2016 das Insektenaufkommen in 63 deutschen Naturschutzgebieten gemessen, indem sie Klebefallen aufstellten und immer wieder die Biomasse der darin befindlichen Tiere maßen. Über den Zeitraum von 27 Jahren ergab sich dabei im Schnitt ein Rückgang um 76 Prozent.
Die Insektenvernichtungsmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide stehen im Verdacht, für das Bienen- und Insektensterben mitverantwortlich zu sein.

Wie Greenpeace eine Ökologische Landwirtschaft erreichen will:

  • 50 % weniger Fleisch und 50 % weniger Lebensmittelabfälle !
  • Abbau der Tierbestände insgesamt, insbesondere in Intensivregionen + Umbau zu tiergerechteren Haltungsverfahren
  • Reduzierung insbesondere der Stickstoff-Einträge + eine gezieltere und effizientere Düngung
  • Bereitstellung von Flächen zum Schutz der Biologischen Vielfalt (ökologische Vorrangflächen) und des Klimaschutzes (Renaturierung von Ackerflächen auf Moorstandorten)
  • Zunächst 50 % weniger – später vollständiger Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz
  • Kein Anbau von Gen-Pflanzen + kein Gen-Futter für Tiere
  • Verbot von Patenten auf Pflanzen, Saatgut und Lebewesen

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