Europa plündert Afrika

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Am Donnerstag, 29. September findet um 19 Uhr in der Arbeitskammer des Saarlandes (Fritz-Dobisch-Str. 6-8, gegenüber der Verbraucherzentrale Ecke Triererstr.)  eine Veranstaltung zu den Handelsabkommen zwischen der EU und Afrika statt.

Sie ist eine Kooperation der Arbeitskammer mit Attac Saar und beleuchtet die sog. EPAs "economic partnership agreements" also Freihandelsabkommen zwischen der EU und Afrika.

Hauptgast des Abends ist Herr Peter Donatus, Menschenrechts- und Umweltaktivist aus Nigeria. Der 50-jährige freie Journalist kämpft seit mehr als drei Jahrzehnten gegen die ökologischen und sozialen Folgen des Ökozids durch Wirtschaftskonzerne im Nigerdelta. Deshalb musste er vor 27 Jahren aus Nigeria fliehen und lebt seither in Deutschland. Weitere seiner Themenbereichen sind: Migration, Flüchtlingspolitik und Rassismus sowie Welthandel und Globalisierung.
 
Denn genau wie in den z.Z. höchst umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP (EU mit USA) und CETA (EU mit Kanada) geht es in den EPAs um die Liberalisierung von Märkten und Produktionsbereichen wie Landwirtschaft und Rohstoffabbau. Die zumeist noch schwachen Ökonomien der 4 afrikanischen Wirtschaftsregionen wehrten sich bis zu Letzt und mussten von den EU-Verhandlern schließlich sogar erpresst werden mit der Einstellung von Entwicklungsgeldern, damit sie die Abkommen unterzeichnen, die ihre Volkswirtschaften nachhaltig schwächen und ausbluten werden.
 
Weiterer Gast der Veranstaltung ist Frau Anette Groth, Abgeordnete des deutschen Bundestages für die LINKE. Sie ist Autorin des Buches "Europa plündert Afrika", 2007 und freiberufliche Gutachterin in der Entwicklungszusammenarbeit sowie Referentin für Fragen der internationalen und europäischen Politik.

 

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