Schützt die Antarktis !

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Am 27.01.2018 sammelte die Gruppe Greenpeace Saar von 12 - 14 Uhr auf dem Karstadt-Vorplatz 92 Unterschriften zum Schutz der Antarktis und des sie umgebenden Weddelmeeres:  https://www.greenpeace.de/kampagnen/antarktis

Unsere 3 kleinen Pinguine hatten wir noch von einer Antarktis - Aktion von 1987 !

Die Antarktis ist Lebensraum für viele wichtige Tierarten, der Eisschrank für unser Weltklima und das Gebiet mit dem höchsten Druck durch den Klimawandel.

Das Konzept der Einrichtung von Gebieten, in denen die Natur sich selber überlassen bleibt, ist an Land längst angekommen. Man denke an den bayrischen Wald, die riesigen Nationalparkflächen in Europa und Afrika, in denen menschliche Aktivitäten stark eingeschränkt oder bestenfalls sogar ganz verboten sind. Allerdings gilt dies nicht für die Meere! Während an Land mittlerweile ca. 10% der Flächen unter strengem Schutz stehen, sind es in den Ozeanen etwas mehr als 1%.

Politisch hat man sich auf Ebene der CBD (Konvention zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt) darauf geeinigt, bis 2020 mindestens 10% der Meere konsequent zu schützen - doch dieses Ziel wird weit verfehlt. Auf den Meeren wird zwischen Gebieten unterschieden, die unter nationaler Gerichtsbarkeit liegen und Gebieten jenseits davon. Letzteres ist die so genannte Hohe See. Die Hohe See macht 60 Prozent der Weltmeere aus, gehört niemandem und unterliegt keinem politischen Schutz. Die bisher geschützten 1% der Meeresflächen liegen bisher ausnahmslos in den Hoheitsgewässer von Nationalstaaten.

Ziel ist es, ein politisches Abkommen auf Ebene der Vereinten Nationen zu bekommen. Denn dort ist die Idee eines Hochsee-Schutzabkommens auch Dank vergangener Greenpeace Kampagnen angekommen. Da es sich bei dem Hochseeschutzabkommen um einen sehr trockenen und nur schwer vermittelbaren politischen Prozess handelt, für das Zustandekommen aber dringend die Unterstützung der Öffentlichkeit gebraucht wird, verfolgt Greenpeace die Strategie, an markanten Beispielen, die Notwendigkeit des Meeresschutzes zu demonstrieren.

Ein besonders gutes Beispiel sind die Gewässer der Antarktis , die offiziell zur Hohen See gehören. Die Landmassen der Antarktis sind zwar streng geschützt, die Gewässer aber werden von der Fisch- und Krillindustrie  ausgebeutet. Daher bietet sich 2018 als das geeignete Zeitfenster an, um den Schutz des Weddellmeeres durchsetzen.

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