Mahnwache

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Greenpeace Saar hat in einer Mahnwache an die vielen Tausend Opfer der beiden Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 und an das furchtbare Leid der Bewohner der betroffenen Städte erinnert.

Eines der Gründungsthemen unserer Umweltschutzorganisation waren immerhin die amerikanischen und französischen Atomtests im Pazifik.
Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki jähren sich 2015 zum 70. Mal. 250.000 Menschen starben am 6. und 9. August 1945 und an den Folgen der Verstrahlungen und schweren Verbrennungen. Diese Jahrestage mahnen, alles uns Mögliche zu tun, damit solche Tragödien sich nicht wiederholen. Das Grauen der Ausweglosigkeit und der Schrecken der Detonationen in den beiden japanischen Städten stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie das Leiden der vielen Opfer der über 2.000 Atomtests sowie der in verschiedenen Konflikten eingesetzen Uranmunition oder der von Uranabbau betroffenen Menschen.

Und heute? Die Uhr tickt. Im Januar wurde die Doomsday Clock/ Atomkriegsuhr in New York auf drei Minuten vor Zwölf vorgerückt, nicht zuletzt auch wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine. Auf dieser Uhrzeit stand der Zeiger zuletzt 1984, dem Höhepunkt der atomaren Konfrontation. Alle Atomwaffenstaaten planen die Modernisierung ihrer Atomwaffenarsenale. Dies betrifft auch die in Büchel/Eifel stationierten US-Atomwaffen. Obwohl der Bundestag im März 2010 deren Abzug forderte, sollen sie durch eine neue zielgenauere Bombenversion ersetzt werden. Die Zeit, in der die Überlebenden von 1945 als lebende Zeitzeugen berichten und appellieren können, geht zu Ende.

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